291 Views |  Like

Wie möchtest Du wirken? – Du hast die Wahl

Sonja Gründemann2

Alles, was wir sind, ist das Ergebnis von dem, was wir denken.(Buddha)

Als ich diesen Spruch das erste Mal gelesen habe, war ich sofort fasziniert. Aber er machte mir auch ein wenig Angst. Ist das wirklich so? Alle Eigenschaften, die ich so habe, alle Erlebnisse? Allein darüber könnte man ewig philosophieren.

Ich möchte mit Euch aber nun einen kleinen Ausflug in einen Bereich machen, wo es definitiv zutrifft.

Als „Expertin für Ihren erfolgreichen Auftritt“ habe ich es viel mit Frauen zu tun, die sich mit dem Begriff „Selbstbewusstsein“ zwar schon sicherlich konfrontiert gefühlt haben, aber sich noch nicht so richtig in der folgenden Weise damit auseinandergesetzt haben.

Was bedeutet das eigentlich – Selbstbewusstsein?

Selbstbewusstsein = sich seiner selbst bewusst sein.

Ich habe es oft mit besonders Klientinnen zu tun, die sich ihres eigenen Selbst gar nicht bewusst sind. Ich hatte eine Dame im Coaching, die unbedingt eine Gehaltserhöhung wollte. Sie scheute dieses Gespräch mit ihrem Chef, sie wusste, es ist an der Zeit, über mehr Gehalt zu sprechen, war sich ihres eigenen Wertes aber nicht bewusst. Also bekam sie von mir die Aufgabe, eine Woche lang jede Kleinigkeit zu notieren, die sie in ihrem wohlgemerkt Teilzeitjob tat. Sie kam auf über 100 Tätigkeiten. Anschließend sollte sie sie sinnvoll clustern. Und auf einmal merkte sie, wie wertvoll und viel all das war, was sie Tag für Tag tat. Sie wurde sich dessen bewusst.

Wir vergessen das oft im Alltag. Vor allem erlauben wir es uns selten, mal zu schauen, was wir eigentlich schon alles geschafft haben und denken, dass das selbstverständlich ist. Aber es gibt einen Grund, warum wir beispielsweise auf einer Bühne stehen sollen, warum wir den Job machen, den wir machen und warum wir Menschen davon erzählen sollen, was wir tun.

Wie willst Du wirken?

Und dann bleibt aber ja noch die Frage: Wie willst Du wirken? Auch das gehört zu Deinem „Selbst-Bewusstsein“ dazu.

Dazu zählt auch, was ziehe ich an?

Aber es geht natürlich nicht nur darum, was ich anziehe, welche Schuhe ich trage, ob ich mich sicher darin fühle, sondern es geht auch um meine innere Haltung, die eng mit der äußeren Haltung zu tun hat. Lasse ich mich von meiner Angst diktieren? Sage ich mir immer wieder: „Das klappt eh nicht, das geht schief!“ oder sage ich mir „Heute rocke ich meine Bühne, mein Publikum wird begeistert sein.“ Dein Publikum kann Dein Chef, die Kollegen oder auch natürlich ein ganzes Auditorium sein.

Sei  auf jeden Fall klar mit Deiner inneren Haltung. Was möchtest Du transportieren?

Du hast die Wahl!

Die innere Haltung überträgt sich auf die äußere Haltung. Und die äußere Haltung auf die innere Haltung.

Vielleicht habt Ihr schon einmal davon gehört, was man tun kann, wenn man einen richtig schlechten Tag hat? Das Kind wollte nicht in die Kita, der Termin ist aber gleich morgens, auf dem Weg ins Büro noch schnell einen Kaffee geholt, den natürlich auf die Bluse gekleckert, der Kollege erwischt einen auf dem falschen Fuß, der Absatz bleibt im Gullideckel hängen und gleich sollst Du DIE Kundenpräsentation halten??
Schaue, was Dir und Deinem Inneren in diesem Moment gut tut.

Mir hilft grundsätzlich ein Stück Schokolade!

Vielleicht ist es ein Bild von Eurem Kind, vielleicht ist es die Erinnerung an ein tolles Wochenende, an ein Treffen mit Euren Freundinnen.

Es ist der sogenannte Subtext, so nennen wir es im Schauspiel. Die Emotion, die wir unter etwas legen. Im Idealfall eine positive Emotion, denn wie Buddha sagte:

„Alles, was wir sind, ist das Ergebnis von dem, was wir denken.“

Und falls auch da der Haken drin ist, weil das heute nicht hilft, dann:

Lächle, mindestens 60 sek. Dann kann das Gehirn gar nicht anders, als sich dann positiv zu konditionieren. Es gibt Leute, die sagen 2 min, es gibt Studien, die sagen 30 sek.

Ich sage: Lächle zumindest so lange, bis Du das Gefühl hast, die schlechte Laune ist vorbei.

Sonja Gründemann

Photo Credit:
Brandi Redd on Unsplash
Sonja Gründemann (Quelle: Feminess Kongress – Bernadett Yehdou)
Pixabay