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Wie du die Rauhnächte für dich nutzen kannst

Der Jahresausklang ist seit jeher eine besondere Zeit der Inneschau, des Loslassens und Wünschens dessen, was kommen mag. Dabei gibt es wenige Nächte, denen im europäischen Raum so viel Bedeutung zugemessen wird wie den Rauhnächten, die bei unseren Vorfahren als Heilig galten.

Die Rauhnächte sind eine Zeit des Wandels und der Reinigung. Es geht um Loslassen und Neubeginn.

Rauhnächte und ihre Bedeutung

Das Sonnenjahr mit 365 Tagen und das Mondjahr mit 354 Tagen.
In der Nacht vom 24. auf den 25. Dezember ist die erste Rauhnacht, die Letzte in der Nacht vom 5. auf den 6. Januar. Die 12 Tage zwischendrin bilden die heiligen Nächte, in denen man erzählt, dass die Grenze zu anderen Welten dünn wie ein Schleier sei. 

Schon unsere Vorfahren wussten, dass uns insbesondere dieser Zeitraum, wie kein anderer im Jahr, eine unmittelbare Möglichkeit bietet, in die Anderswelt einzutauchen, denn die Tore stehen weit offen. Es ist die Zeit der Rückverbindung zu den Ahnen, die Verbindung zu den Lichtwesen, Engeln, Erzengeln und der Götter. Es ist die Zeit der Vertreibung und Auflösung, der Orakel und Weissagungen sowie des Neubeginns. Eine Zeit also, um sein Schicksal neu zu gestallten.

Aus diesem Grund wurde daher nach Möglichkeit nicht gearbeitet, sondern dem Zusammensein mit der Familie wie auch dem persönlichen Rückzug in die Stille und dem Verweilen in der Natur viel Aufmerksamkeit gewidmet.

Ein Blick in die Zukunft

Die Rauhnächte gelten als besondere Zeit, um altes belastendes zu verabschieden, um Platz für Neues zu schaffen.

Wer sich dem bewusst hingibt, tut sich selbst Gutes. Es heißt, dass sich Rituale, die während dieser Zeit durchgeführt werden, heilsam auf Körper, Geist, Seele und Wohlbefinden im kommenden Jahr auswirken können. Jeder der 12 Tage und Nächte steht für einen Monat des nächsten Jahres. Eine Anleitung dazu, findest du hier oder indem du auf das untenstehende Bild klickst.

Nutze die Rauhnächte für dich

Diese Tage/Nächte können für dich zu einer sehr persönlichen Zeit werden, die du z.B. mit Meditation, Segnungen und Räucherungen als Unterstützung füllen kannst,  um  dem neuen Jahr offen, klar und optimistisch entgegenzugehen.

Wirkunsvoll ist auch die bewusste Beobachtung von Zeichen, Träumen, Stimmungen und Gefühlen, die du in den 12 Tagen wahrnimmst. Sie erhalten wichtige Botschaften und geben Antworten auf Probleme und Blockaden. Es ist sehr hilfreich, in dieser Zeit ein Tagebuch zu führen, indem du all deine Beobachtungen und Stimmungen notierts.

Vier Nächte in und vor dem Zyklus haben eine besondere Bedeutung:

21. Dezember (Wintersonnenwende)
24./25. Dezember (Christnacht)
31. Dezember/1. Januar (Silvester)
5/6. Januar (Hl. Drei Könige)

Da diesen Nächten besondere Mächte zugeschrieben werden, begann man sie früher oft mit Fasten und Beten. Im Haus musste Ordnung herrschen und es durfte außerdem keine Wäsche auf der Leine hängen. Die letzte Wächse sollte daher zum 21. Dezember erfolgen.

Ein Impuls für die erste Rauhnacht

Die Nacht vom 24 auf den 25. Dezember steht für den Monat Januar. Sie widmet sich den Themen Basis und Grundlage und weist auf folgende Aspekte hin:

Körperweisheit, Erdung, Verwurzelung, Urvertrauen
Welche Qualität möchte ich mehr in mein Leben einladen oder stärker leben? (Mitgefühl, Segen, Güte, Freude, Glückseligkeit…)
Wie soll sich mein Lebensweg anfühlen?
Welche Möglichkeiten der Selbstverwirklichung sehe ich? 

Buchtipps

Wenn dich dieses Thema interessiert, gibt es einige Nachschlagewerke, in denen auch die einzelnen Räucherungen sehr gut beschrieben sind.

Hier ein paar Buch Tipps:

  • Sandra Waldermann-Scherhak: Rauhnacht-Rituale für Frauen. Eine spirituelle Bewusstseinsreise durch die 12 Nächte, Schirner Verlag 
  • Jeanne Ruland: Mein Rauhnacht-Begleiter, Schirner Verlag
  • Christine Fuchs: Mein Räucherkistchen, Heilkräftige Mischungen und Rituale, Kosmos Verlag

 

Alles liebe, schöne Weihnachtszeit und einen guten Start für 2019 💚

Namaste Anita