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12 Dinge, die ich mit 20 gern gewusst hätte

Es heißt, man altert in Schüben. Ich glaube, 2018 war so ein Jahr für mich und so langsam lassen sich einige Tatsachen, die das Alter so mit sich bringt, nicht mehr ignorieren. Aber es hat auch Vorteile! Und Eckhard von Hirschhausen sagt immer, die zweite Lebenshälfte sei die Bessere!

Daher heute von mir eine humorvolle Zusammenfassung der Dinge, die ich mit 20 gern gewusst hätte 🙂 !

1. Der erste Job nach dem Studium ist ein Meilenstein. Alle denken, du willst das oder “sowas in der Art” für den Rest deines Lebens machen. Es wird dich viel Kraft kosten, Personaler zu überzeugen, dass du mit 40 lieber Nilpferdkot wegmachen möchtest, statt in der Marketingabteilung aufzusteigen.

2. Wenn ich mal ein Pfund zu viel drauf hatte, bin ich am Wochenende mal ordentlich Abtanzen gegangen und es war wieder weg. DAS ÄNDERT SICH AB MITTE 30 UNWIDERRUFLICH!

3. Du behältst dieses Pfund auf den Hüften und es kommen weitere hinzu. Du findest das aber gar nicht mehr schlimm. Du weißt ja jetzt, wie du dich geschickt kleidest.

4. Naja, es sei denn – so wie es mir neulich passierte – du gehst an den Kühlschrank, um ein Stück Käse zu naschen. Zurück auf dem Sofa stellst du fest, dass du den Käse vergessen hast (und stattdessen irgendwas anderes in der Küche gemacht hast).

5. Du gibst für Alkohol viel, will sagen VIEL mehr Geld aus. Mit Anfang 20 habe ich noch Wein für a) 3 DM getrunken, heute bezahle ich b) das zehnfache, weil mir der Tag drauf ohne Kopfschmerzen wichtiger ist. Ach so: Du trinkst auch nur noch ein Zehntel dessen, was du in deiner Jugend getrunken hast – deshalb gibst du nicht wirklich mehr Geld aus.

6. Du schmeckst den Unterschied zwischen a) und b) und hättest a) nie nie niemals (!!!) getrunken!

7. Der Freundeskreis verändert sich. Ich erinnere mich an eine Freundin, die mal auf ein Foto von uns beiden zeigte und sagte “Ich habe Angst, mich irgendwann zu fragen, wer dieses Mädchen war”. Das wird passieren. Und es ist ok. (Ich habe sie seit 25 Jahren nicht mehr gesehen und würde sie nicht wiedererkennen. Die Erinnerung an eine schöne Zeit ist in meinem Herzen).

8. Die Reisen, die du mit 20 nicht machst, wirst du auch mit 40 nicht machen. Punkt. (Also hör auf zu Träumen und mach sie!!)

9. Communication is the key. Und bitte, BITTE liebe Ü40er, lasst uns hier ein wenig Old School bleiben. Es gibt Dinge, die lassen sich nicht in einer WhatsApp Gruppe klären. Ach so… WhatsApp gab es ja vor 20 Jahren noch gar nicht….

10. Du wirst im Keller stehen und nicht mehr wissen, was du dort wolltest. Das ist gut gegen die Hüftpfunde (siehe Punkt 3.), du wirst nämlich noch ein paar Mal mehr in den Keller gehen.

11. Alles halb so wild. Ärger im Job? Er ruft nicht zurück? Konto überzogen? Die Sonne geht auch am nächsten Tag wieder auf. Das wissen wir mit 20 auch schon, aber oft nehmen wir erst mit 40 den Unterschied zwischen schlimmen und wirklich schlimmen Dingen wahr.

12. Es ist egal, ob dir jemand diese oder eine andere Liste an Punkten mit Anfang 20 präsentiert hätte oder nicht. Denn du hättest vieles eh nicht hören wollen oder geglaubt. Und das ist auch gut so. Denn die Ignoranz dieser Weisheiten hat dich zu dem Menschen gemacht, der du bist. Mit allen Höhen und Tiefen. Mit 40 fangen wir bewusst an zu akzeptieren, wer wir sind. Ein wertvolles Gefühl.

Und wie sagt es einer meiner Lieblingsautoren so schön:

“Es ist gut, alles selber zu kosten, was man zu wissen nötig hat.”

Siddharta | Hermann Hesse