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Vom Morgenmuffel zum Guten-Morgen-Mensch mutieren: So geht’s!

Morgenmuffelige, negative Gedanken? Wie du dich so konditionierst, dass du mit einem Lächeln aufstehst. Und: Die magische Wirkung des Guten-Morgen-Spaziergangs.

Morgens überkommen dich negative Gedanken, die dich zurück ins Bett zu zerren versuchen und du fragst dich: wo kommen die her und was wollen die von mir? Langschläfer und Spätaufsteher sind nicht selten Morgenmuffel. Doch dies ist keine Bezeichnung mit der du dich abfinden musst.

Hier folgen  meine Top-Tipps, um morgens mit mehr Leichtigkeit aus dem Bett zu kommen und in den Tag zu starten:


Handy aus, Dankbarkeitstagebuch an

Um morgens mit einem Motivationsschub aus dem Bett zu hopsen, brauchen dein Körper und Geist Zeit, um zu regenerieren.
Ein gesunder, erholter Schlaf braucht Ruhe und Abstand von der immer bereiten Welt des Da-Draußens, das Dank unseres Smartphones zu jeder Tages- und Nachtzeit verfügbar ist. Doch gerade zur Nachtzeit sollte das Handy ausgeschaltet sein, um die Möglichkeit, von einer Message geweckt oder von der Versuchung, sich den Abend-News zu widmen, auszuschließen.
Mit diesem Tipp erzähle ich dir vermutlich nichts Neues. Doch um diesen Tipp wirklich umzusetzen, ohne der Versuchung zu verfallen, könnte es dir helfen, die ‚News-Check-Session‘ auf dem Display mit einem Eintrag ins Dankbarkeitstagebuch zu ersetzen.
Es kann für dich sehr befreiend sein und sich gut anfühlen, abends in einem Notizblock deine persönlichen Gedanken niederzuschreiben und/oder aufzulisten, wofür du tagsüber dankbar warst und bist.


Schlafrhythmus – Lerne dich und deinen Rhythmus kennen

Wie viel Schlaf brauchst du? Siebeneinhalb oder neun Stunden? Bist du eher eine Eule oder eine Lerche?
Nimm dir die Zeit, dich und deinen persönlichen Schlafrhythmus zu beobachten und auf deine Bedürfnisse einzugehen. Menschen leben individuell und sie schlafen auch individuell. Wichtig ist für dich, darauf zu achten, einen gesunden, ausreichenden Schlaf zu genießen, der dem Morgen danach keinen Grund fürs Muffeln gibt. Auch dies kannst du wunderbar in einem Notizblock festhalten und dich und deinen Rhythmus perfekt kennenlernen.


No-Snooze-Policy und der Hampelmann am Morgen

Pack alle Wecker beiseite, die dir die verführerische Chance bieten, stundenlang zu snoozen (die Schlummer-Funktion des Handys zu betätigen). Der fatale Glaube, nur noch zehn Minuten zu dösen und sich danach fit zu fühlen, ist in fast allen Fällen falsch.
Eine Schlafphase dauert grundsätzlich 90 Minuten. Wirst du also alle 10 Minuten aus dem Schlaf gerissen, fühlst du dich danach womöglich müder als zuvor. Solltest du mit den ersten Sekunden während des Aufstehens zu kämpfen haben, weil du dich nicht überwinden kannst, aufzustehen, gib dir einen Ruck und mach einen Guten-Morgen-Hampelmann und denke dabei an die schönen Dinge, die an diesem Tag auf dich warten. Klingt vielleicht albern, doch damit kannst du deine negativen Gedanken abschütteln und es kann zu einer Routine werden, auf die du am Morgen nicht mehr verzichten möchtest.


Schlachtplan: Routinen!

Routinen werden oft unterschätzt und bringen eine Menge, wenn man sie erst einmal für sich entdeckt hat und lernt, sie umzusetzen. Auch hier gilt: Es gibt keinen Erfolgsweg zur richtigen Morgenroutine, die dich persönlich voranbringt. Du musst dir deine Routinen selbst erarbeiten, denn du kennst dich selbst am besten und du weißt, was du morgens brauchst.
Ist es zuerst eine Tasse Kaffee und danach der Sprung unter die kalte Dusche, um dann schnell in die bereits ausgewählte Businesskleidung zu springen? Oder ist es der Hampelmann nach dem Aufstehen, danach rein in die Laufschuhe und mit dem Lieblings-Podcast im Ohr den ersten Run hinzulegen? Oder lieber mit einer Tasse Kaffee vor’m Badezimmerspiegel tanzen, während im Hintergrund der Song der Woche läuft?

Es gibt unzählige Möglichkeiten deine individuelle Routine zu etablieren. Probiere verschiedene Dinge aus und schaue, welche Handlungsabfolge am Morgen am besten zu dir passt und dir somit hilft, dich morgens direkt wacher zu fühlen.

Es ist normal, dass du morgens deine Zeit brauchst, um auf Touren zu kommen. Setze dich nicht unter Druck, wenn du mit dem ersten Blinzeln nicht sofort den Tatendrang verspürst, die Welt zu verändern. Das darf gerne bis nach dem ersten Kaffee warten.


Last but not least: Der Guten-Morgen-Spaziergang

Um morgens fit, wach und gut drauf zu sein, brauchen wir Licht und Bewegung. Da bietet sich natürlich ein Guten-Morgen-Spaziergang an. Selbst an regnerischen Tagen ist Tageslicht drei bis viermal heller als dein beleuchtetes Zimmer und in der Sonne ist das Tageslicht sogar 130-mal heller.*

Die frische Luft und die Bewegung lässt deinen Körper und Geist hochfahren. Für den doppelten Effekt, kannst du deinen Spaziergang mit einer mentalen Übung paaren: Zähle zum Beispiel während des Spaziergangs Dinge auf, die du an diesem Tag wertschätzt oder auf die du dich freust. Oder du ordnest mental bereits die ersten Punkte auf deiner To-Do-Liste.

All in all: In der Theorie klingt all das easy und leicht umzusetzen, doch wenn du beim nächsten Morgen wieder ununterbrochen die Snooze-Taste deines Weckers drückst und dir mehr Schlaf wünschst, spürst du, wie schwer es ist, diese Routinen, Tipps und Handlungen wirklich durchzufüh-ren und sie umzusetzen.

Oft geht es nur um den Moment des Augenöffnens – wenn dir bewusst wird, dass du das warme Bett verlassen musst:
Wenn du es schaffst, jetzt aufzuspringen, startest du bestimmt motiviert und fit in den Tag!

 

 

Photo on Unsplash by Seth Doyle