172 Views |  2

Was macht dein Business aus? Die 5 Schritte zur Marke „Ich“!

Du willst deine Marke „Ich“ aufbauen, weißt aber nicht recht, wie du vorgehen sollst? Denn eigentlich willst du doch nur Coachings, Trainings, Tutorials oder Beratung geben.

Warum solltest du dich also mit so etwas wie einer eigenen Marke „Ich“ beschäftigen? Weil du dein Angebot bekanntmachen willst und dazu musst du dich von anderen abheben.

Was ist überhaupt eine Marke „Ich“?

Eine Marke „Ich“ ist das, was die Menschen über dich und dein Business sagen, wenn du nicht im Raum bist.

Eine Marke kommuniziert im Unbewussten. Man spricht auch von „Strahlkraft“. 80% der Kraft einer Marke findet unbewusst statt. Das, was man von einer Marke sieht, z.B. das Logo, machen nur etwa 3%  aus.

Eine gute Marke beantwortet auch ohne große verbale Beschreibungen die Frage: „Wofür stehst du? Woran sollen deine Kunden denken, wenn sie von dir hören? Wo liegen deine Stärken?“ Und je mehr Emotionen du dabei auslöst, desto eher bleibst du in Erinnerung; denn unserer Hirn nimmt pro Sekunde etwa 4 Mio. Impulse unbewusst war, fängt an zu filtern und speichert nur die Dinge, die uns emotional berühren.

5 Schritte zur Marke Ich

Schritt 1: Wertedefinition: „Wofür stehst du auf?

Deine Marke sollte deine Werte widerspiegeln. Das kann eine Leidenschaft sein (bei mir ist es Kreativität), eine bestimmte Methode (meine Methoden sind alle: richtig, kreativ), eine Ausbildung, die du hast und vielleicht nicht so viele andere haben. Oder ist es deine Persönlichkeit? Was macht dich aus, was machst du anders als andere? Vielleicht ist es eine Kombination aus allem. So frage dich: Was ist der gemeinsame Nenner und differenziert mich dieser von anderen?

Schritt 2: Die Alleinstellung: „Was machst du anders als andere?“

Einer der größten Fehler ist es, das eigene Angebot zu breit zu fächern. Denn das ist das Gegenteil von einem Alleinstellungsmerkmal. Viele denken, dass sie durch ein breiteres Angebot größere Kundengruppen ansprechen. Für den Aufbau einer Markenbekanntheit ist das aber genau falsch, denn es ist nicht konkret genug und setzt sich nicht in den Köpfen und Herzen der potenziellen Klienten fest. Das heißt aber nicht, dass du dein ganzes Können verstecken musst. Hole es einfach nur später heraus. Am Anfang gilt: kommuniziere fokussiert.

Schritt 3: Die Namensfindung: „Gestatten, Willi Müller.“

2-4 Sekunden hast du Zeit, um Aufmerksamkeit zu erregen. Denn das ist die  Aufmerksamkeitsspanne für Werbebotschaften. Für Einzelunternehmer, besonders Coaches, Trainer, Berater, eignet sich hervorragend die Kreation von Wort-/Bildmarken. Das ist dann eine Ergänzung deines eigenen Namens. Z.B.: Willi Müller – der Konfliktlöser. Das ist jetzt nicht besonders kreativ, aber sagt, was Herr Müller, der mit einem Allerweltsnamen gesegnet ist, für dich tun kann. Noch besser ist es, die Alleinstellung gleich dort im „Naming“ zu verorten: Willi Müller – der kreative Konfliktlöser.

Oder stehst du für Leichtigkeit? Willi Müller – mit Leichtigkeit zur Konfliktlösung. Wähle niemals zufällig – denn dann überlasst du  auch dem Zufall, wie es wirkt. Wir können nicht nicht kommunizieren, bestätigt bereits Paul Watzlawick, denn alles hat einen Effekt.

Nun brauchst du noch ein Bild oder eine Farbwelt.

Schritt 4: Die Botschaften. „Würdest du olle Champignons kaufen?“

Ich muss immer schmunzeln wenn ich auf den Tafeln der Gastronomen lese: „Heute frische Champignons“ – Ja, WAS DENN SONST? Olle Champignons? Oder wie oft lese ich auf Shampooflaschen „für fettiges Haar“ – ähem, was für eine Assoziation. Vielleicht lieber GEGEN fettiges Haar?

Gut, Willi Müller ist also unser kreativer Konfliktlöser. Das muss nun schon ein bisschen erklärt werden in einer Art Botschaft. Was heißt denn für dich kreativ? Kreativität ist ein gutes Beispiel, denn ich muss ja auch oft genug erklären, warum ich diese einsetze. Weil sie nämlich für mich die effizienteste Art ist, um Komplexität zu managen. Und dazu gibt es zahlreiche Studien. Und der Sachverhalt, den der digitale Wandel mit sich bringt, ist komplex und genau das Feld, in dem ich mich tummel. Bäm! Meine Zielgruppe sollte mich spätestens jetzt verstanden haben (und wer das nicht versteht, ist nicht meine Zielgruppe).
Und schreibe bitte nicht, du arbeitest „lösungsorientiert“: man erwartet dies von dir.

Schritt 5: Der Außenauftritt – Die Corporate Identity – „Sei das Original, nicht die Kopie“.

Im Außenauftritt übersetzt du dein Angebot in eine Wahrnehmung. Hier geht es eher um das „Wie“ statt „Was“. Willst du cool sein wie Nike? Bist du ein Beschützer? Du möchstest eine gewisse Mühelosigkeit transportieren? Prima! Wähle frische helle Farben! Suche eine feinere Schriftart, die du auf all deinen Materialen wie Website, Broschüre, Visitenkarte, selbst auf der Rechnung einsetzt. Wie kommunizierst du? Duzen, Siezen? Kommunizierst du selbstbewusst oder gar rebellisch? Lege deine Sprache (Tonalität) fest und bleibe dabei.

Bleibe du selbst. Löse dich von den Erwartungen anderer. Ja, das ist manchmal schwer, aber DU und dein Angebot sind einzigartig! Das hatten wir doch schon unter Schritt 2 geklärt 😉

Abschließend: Zugegeben, so ganz einfach ist das nicht. Ich kenne Solopreneure, die suchen seit Jahren nach ihrer Alleinstellung oder ändern diese ständig. Sich den Marktgegebenheiten anzupassen ist dabei sehr sinnvoll, aber 180 Grad Wenden ohne Mehrwert können schwierig sein (lass mich raten: du suchst auch immer noch das Raider im Regal?). Daher ist es sinnvoll, sich zum Start fundierte Gedanken zu den 5 Schritten zu machen.

Mit diesem Leitfaden hast du eine erste Orientierung an der Hand und bist schon mal ein Wochenende beschäftigt. Und wenn du weitere Unterstützung brauchst: ich biete auch hierzu Workshops und Unterstützung an!

Viel Spaß beim Entdecken deiner Marke!