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Tipps für mehr Überzeugung und Stärke – Patrizia’s Teelogie #1

Heute beginne ich eine fortlaufende Serie zu tief poetischen, manchmal absurden und fast schon ärgerlichen und zuweilen absolut esoterischen Sprüchen. Bekennende Yogi-Tee-Trinker*innen werden sofort wissen, worüber ich spreche: die Weisheiten, die in Form eines kleinen, bedruckten Zettels am Teebeutel baumeln.

Zunächst: Teetrinken macht nicht schlauer

Ganz ehrlich. Vom Tee trinken wird man nicht schlauer, gelassener oder weiser. Das muss man schon selbst hinbekommen. Und zwar während all der Herausforderungen, die einem täglich eiskalt ins Gesicht pusten. Und manchmal ertappt man sich vielleicht dabei, genau dann an einen dieser Sprüche zu denken, um die Fassung zu bewahren…

Ich starte mit einem Yogi-Tee-Spruch, an den ich denken musste, als ich gefragt wurde, wie ich es schaffe jede Woche meine Kolumne zu schreiben. Meine spontane Antwort: Weil ich total Bock drauf hab! Weil ich aus eigener Überzeugung tue, was ich tue. Und das ist stark.

Monogam sein ist keine Pflicht – wir haben viele Antreiber ins uns

Die Lust und der Wille zu tun, was mich erfüllt, ist der Antrieb meines Weiterkommens.

Und ich glaube, das gilt für jeden: Wenn du diese eine Sache im Leben findest, die du regelrecht tun MUSST (und ja, es können auch mehrere Sachen sein – in dieser Beziehung müssen wir keinesweg monogam sein), dann entfacht in dir eine Energie, die dich antreibt, oder?

Wenn du also das tust, was dir gradezu ein Bedürfnis ist, du dafür brennst und zwar so sehr, dass du die Tatsache außer Acht lässt, ob dir irgendjemand sagt, dass du es tun SOLLST.

(Wobei: das ist natürlich nur die halbe Wahrheit. Da ist sehr wohl jemand, der dich motiviert. Das bist du selbst!)

Genau hier musst du zupacken und nicht mehr loslassen.

Sei stark, oder löse dich in Luft auf!

Denn man kommt öfter in die Situation nach seinen Stärken und Schwächen gefragt zu werden, als man ahnt. Schon vor der Einschulung wollen sie alle unbedingt herausfinden, was du besonders gut kannst oder in welchen Bereichen man dir am besten sofort jemanden mit helfender Hand beiseite stellt. Als ginge es darum, aus allen Schwächen Stärken zu machen. Als sei es das Ziel, dass du die Gesamtheit deiner Stärken wirst. Schwächen werden eliminiert, denn wer Schwäche zeigt, wird bekanntlich laut Darwin gefressen und löst sich in Luft auf.

Aber gut. Darum geht’s dem Yogi-Tee-Spruch wahrscheinlich gar nicht. Ganz offensichtlich geht es hier darum, sich auf die eigene Überzeugung zu konzentrieren. Und wie wirkst du am überzeugendsten? Richtig. Je authentischer du bist. Sei du selbst. Ruhe in dir. Lass deine Aura auf andere wirken und sie wird strahlen, umso weniger du dich verstellst. Hä?

Mach deine Schwäche zu deiner Stärke

Was aber, wenn „du selbst sein“ für dich bedeutet, Schwäche zu zeigen? Kann dann Schwäche-zeigen deine Stärke sein? Wenn Schwäche-zeigen deine Stärke ist, dann wäre die Schwäche keine Schwäche mehr, sondern nur noch eine Stärke, oder? Ich hoffe, du kannst mir folgen. Und ich will jetzt auch nicht kleinlich sein, aber: so bin ich halt.

Mein Tipp für mehr Überzeugung

Vielleicht ist es mit Stärken und Schwächen wie mit den Geschlechtern. Es gibt nicht nur die beiden, sondern noch viel mehr dazwischen. Und das Authentischste was du tun kannst ist, dich selbst mit all deinen Macken nicht ZU ernst zu nehmen. Dann tun das die Anderen auch nicht und dann nimmt keiner mehr irgendwas oder irgendwen ZU ernst.

Also, bis nächste Woche – einfach mal kommen lassen und Tee trinken!

 


Patrizia’s Teeologien sind inspiriert von Teebeutel-Weisheiten und übersetzen diese ins wahre Leben: Was will mir der Teebeutel  sagen? Ist das auf dem Teebeutel mehr als nur ein belangloser Spruch? Wird mich das Trinken genau dieses Tees mit zunehmender Lebensweisheit belohnen?