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Dein Business Plan – viel Arbeit nur für die Schublade? 6 Gründe den Business Plan zu lieben und ihn erfolgreich für dich zu nutzen

Business Plan! – Oh nein, auch noch einen Geschäftsplan wollen sie von mir.  So hast du auch schon mal reagiert? Das geht in Ordnung, so ungefähr reagiert jeder erst einmal.

Doch damit vergibst du eine Chance, deine Geschäftsidee auf einen nachhaltigen Erfolgskurs zu steuern. Der Geschäftsplan aus Vision, Strategie, Marktanalyse und Finanzplanung erhält wertvolle Informationen, die du zusammengetragen hast.  Daher nutze sie auch für dich. Betrachte den Business Plan nicht als lästigen Papierkram, den du für irgendwen machen sollst – dafür hast du sowieso keine Zeit.

Also: Solltest du gerade dabei sein dein Geschäft aufzubauen und einen Businessplan zu schreiben, nutze ihn für dich. Der Business Plan ist ein Allround Werkzeug, das dir hilft deine Geschäftsidee realistisch von allen Seiten zu beleuchten.

1) Der Business Plan: Eine Methode, deine Geschäftsidee auf den Prüfstand zu stellen

Ein Business Plan ist wie ein guter Freund, der dich auch mal vor Dummheiten bewahren kann, wenn du dich in etwas verrannt hast.
Aber er sagt dir auch was du gut gemacht hast, wo deine Stärken liegen. Du solltest immer ehrlich in deinem Business Plan sein, dann kannst du dein Geschäft auf eine solide Grundlage stellen und deine gesteckten Ziele erreichen. Vielleicht kommst du sogar an Ziele, an die du am Anfang gar nicht gedacht hattest.

2) Eine gründliche Vorbereitung spart später Zeit

Als Gründerin bist du wie eine Entdeckerin. Deine Reise muss gut geplant sein und dein Business Plan ist die Vorbereitung dafür. Du musst wissen, wo die stürmischen Klippen auf dich warten, damit du die richtige Ausrüstung mit auf die Reise nimmst. Bist du gut vorbereitet, brauchst du unterwegs nicht anhalten und Ausrüstung nachbessern.

3) „Wer schreibt der bleibt“ das gilt auch für den Business Plan

Du hast deine Idee im Kopf, alles ist fertig durchdacht und du willst loslegen. Dann schadet es ja nichts, wenn du alles mal aufschreibst. Im Geschäftsplan kannst du deine Ideensammlung eintragen. Kein Detail ist zu klein oder zu unwichtig für den Business Plan.

Denn die Frage ist: In ein paar Monaten, wenn du losgelegt hast, weißt du dann noch alle Websites, die dir als Inspiration dienten?

Pack den Business Plan nicht gleich wieder in die unterste Schublade. Nimm ihn regelmäßig zur Hand und klopfe deine Planung ab. Ergänze den Business Plan um neue Erkenntnisse und streiche auch falsche Annahmen.

4) Die Struktur verlangt Ideen und Gedanken zu ordnen

Der Business Plan gibt dir eine Struktur vor. In dieses Schema passt du deine Geschäftsidee ein. So wird sie auch für andere transparent. Du kannst so einen Bankberater oder neuen Geschäftspartnern schneller das Geschäftsmodell erklären. Anhand deines Geschäftsplans erkennen andere, dass du dir sorgfältig Gedanken gemacht hast und weißt wovon du sprichst. Ihr spart Zeit, lästige Überzeugungsarbeit fällt weg und ihr könnt gleich zu den wesentlichen Themen euer Zusammenarbeit kommen.

5) Die Finanzen auf den Punkt gebracht

Der Finanzplan ist der Herzstück des Business Plans. Trage hier ehrlich alle Kosten ein, die du hast. Denke auch an deine privaten Ausgaben. Du brauchst neben deinen Lebenshaltungskosten auch Versicherungen oder vielleicht musst du auch Abgaben für dein Geschäft zahlen. Brauchst du Geschäftsräume oder wirst du viel auf Reisen sein. Kosten, die du noch nicht kennst, schätze sie und notiere, warum du diese Annahme getroffen hast. Die Summe aller Kosten kannst du dann auf die einzelnen Monate aufteilen.
Jetzt geht es darum genauso ehrlich bei den Einnahmen zu sein. Es hilft dir wenig, wenn du hier nach Prinzip Hoffnung planst. Hier ist es noch mal wichtiger, hinter jeder Schätzung auch eine Maßnahme zu schreiben, wie du die Summe erreichen kannst. Überlege dir wie viel Geld du für deine Leistung verlangen kannst. Wie viele Kunden benötigst du um deine Kosten zu decken. Prüfe auch, ob dein Standort so viele Kunden hergibt. Vielleicht musst du deine Verkaufs- oder Marketingstrategie jetzt noch mal anpassen.

6) Plane auch für den Plan B

In der Gründungsphase wirst du wahrscheinlich nicht jeden Monat deine Kosten decken können. Vielleicht musst du auch teure Anschaffungen machen. Aus dem Finanzplan siehst du gleich, wie lange du dir diese Anfangsphase leisten kannst. Setzte dir Meilensteine und prüfe in der Gründungszeit jeden Monat, ob du noch im geplanten Rahmen bist. Denke daran, der geplante Rahmen kann auch über mehrere Monate ein finanzieller Verlust sein. Wichtig ist nur, dass du nicht außerhalb deiner Planungsannahmen liegst.
Daher solltest du dir schon am Anfang finanzielle Grenzen nach unten setzten sowie alternative Szenarien parat haben. Den berühmten Plan B.

Den Scheitern ist kein Fehler, nur unbemerkt zu scheitern kann fatale Folgen haben.

Du wirst feststellen, wenn du dich mit den finanziellen Auswirkungen realistisch auseinander gesetzt hast, kannst du um so zielgerichteter deine Unternehmung verfolgen.

Du bist jetzt überzeugt und möchtest loslegen, aber du brauchst noch weitere Inspiration.

  • Die IHK Stuttgart zum Beispiel hat online viele Excel-Vorlagen für alle denkbaren Anforderungen für den Finanzteil. Die Vorlagen enthalten schon alle Formeln und anhand der Beschriftung kannst du Schritt für Schritt deine Planung eintragen.

Außerdem werde ich dir hier immer wieder Tipps geben wie du den Business Plan noch besser nutzen kannst.