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Was ist Climate Anxiety? Das Grübeln über den Klimawandel und was man dagegen tun kann?

Es scheint, als wäre der Klimawandel so nach und nach in aller Munde – Greta Thunberg ist allen ein Name und auch in den Sozialen Medien landen immer mehr Klima-News auf dem Feed. Das ist gut. Oder? Nun, vielleicht sind es gute Neuigkeiten über schlechte Neuigkeiten. Je mehr wir über den Klimawandel wissen, desto schwieriger wird es, ihn zu ignorieren.

„Climate Anxiety“ ist ein Phänomen, das immer häufiger auftritt. Schlaflose Nächte, Panikattacken, Unwohlsein, Trauer, bis hin zur Depression können Anzeichen sein, in welchen sich die Climate Anxiety (direkt übersetzt: „Klima-Angst“) manifestiert. Die American Psychological Association definiert sie als das Auftreten von Ängsten bedingt durch die globale Erderwärmung und die damit zusammenhängende Zerstörung unseres gesamten Ökosystems.

4 ausdrucksstarke Minuten

In einem vierminütigen Video thematisiert der BBC die Klimaangst. Drei offensichtlich sehr intelligente junge Menschen teilen ihre Eindrücke und Gedanken, wie:


…„Regionen auf der Welt in welchen wir derzeit nicht wohnen, werdenvom Klimawandel noch stärker betroffen sein.“
…„Ich denke immer daran, wie meine Kindheit war. SO unbeschwert. Das war so ein Privileg.“
…„Wie werden die Menschen darauf reagieren? Werden sie in Panik verfallen?“

Einiges an Emotionen

Kurz gesagt, es geht um unser Überleben. Das klingt erschreckend. Noch erschreckender ist es, vom Klimawandel und dessen Konsequenzen zu wissen und weiterhin Plastikverpackungen und gigantisches Marketing umnachhaltiger Unternehmen zu sehen.  Die Emotionen sind da. Sie äussern sich anders, je nach Person, je nach Situation. Was tun, wenn man ins Grübeln kommt?

Konzentriere dich auf das Positive!

Fakt ist – die globale Erderwärmung sollte auf mindestens 1.5 Grad beschränkt werden, und es bleiben noch etwa 10 Jahre um die völlige Zerstörung unseres Ökosystems zu verhindern. Bereits 1 Millionen Arten sind vom Artensterben bedroht – ohne Ökosystem überlebt auch der Mensch nicht. Fakt ist aber auch, dass es noch nicht zu spät ist. Wir haben jetzt noch die Chance etwas zu unternehmen und zu ändern.

Was kann ich, als Einzelperson, in meinem Alltag unternehmen, um meine eigenen Emissionen möglichst gering zu halten?

Und auch – was kann ich, mit meinem beruflichen Hintergrund, meinen Leidenschaften, Interessen und Stärken, auch im Arbeitsumfeld unternehmen, um Emissionen in sämtlichen Bereichen zu verringern? 

Informationen zu teilen? Mich mit anderen auszutauschen? Mitzugestalten?

Ich bin mir sicher, dass jede*r von uns einen Beitrag leisten kann. Bist du Ingenieur*in, großartig, bist du Public Speaker, ebenso großartig, arbeitest du hauptsächlich im Büro – auch großartig. Du kannst zum Beispiel dein eigenes Essen mitnehmen und deine Kolleg*innen dazu auffordern, es ebenso zu tun.  So umgeht ihr schon einmal jede Menge Plastikverpackungen beim Mittagessen. Du kannst damit beginnen, deine eigenen Gewohnheiten zu ändern und somit  auch dein Umfeld zu gestalten. Egal was wir tun, es liegt immer mindestens ein paar Augen auf uns – unsere eigenen ohnehin. Beeindrucken wir sie.

Tu was!

Es ist noch nichts zu spät. Tu etwas. Egal, wo du anfängst, aber tu etwas. Das wird dich motivieren – mehr, als darauf zu warten, dass Andere etwas tun. Die Lösung liegt nicht nur anderswo – die Lösung liegt auch bei uns selbst.  Auf allen Ebenen, von global bis lokal, ist Klimaaktion gefragt.

Sharing is caring

Du wirst sehen – je mehr du dich mit dem Thema Nachhaltigkeit auseinandersetzt, desto mehr wirst du lernen und entdecken. Tausch dich aus! Teile dein Wissen! Teile Tipps und Tricks, die dir in deinem Alltag helfen, nachhaltige Entscheidungen zu treffen. Oft erscheint das, was wir bereits wissen, als absolute Selbstverständlichkeit – das ist es aber noch lange nicht für andere so. Sharing is Caring, wie es so schön heißt.

Nicht nur negative News

Es kann schnell passieren, dass man sich in einer endlos langen Reihe an negativen und erschreckenden Nachrichten verliert. Es ist wichtig, über die Folgen des Klimawandels Bescheid zu wissen – vergessen wir dabei nur nicht, dass es auch sehr viele Projekte und Initiativen gibt, die bereits Lösungen parat haben und präsentieren. Suchen wir nach ihnen, wenn wir sie nicht auf dem Feed sehen. Unterstützen wir ihre Arbeit!

Ja, der Klimawandel ist erschreckend. Sehen wir ihn weniger einseitig als absolute Bedrohung, sondern auch als eine Aufforderung, alles zu überdenken und mit besseren Lösungen aufzukommen. Sehen wir ihn auch als Motivation, aktiv zu werden und mitzugestalten. Tun wir nicht länger so, als wäre nichts passiert. Es gibt jede Menge, was wir jeden einzelnen Tag  tun können.

Mit ganz lieben Grüßen

eure Ariane

 

 

 


Photo by Bob Blob on Unsplash