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Warum Arschbomben glücklich machen – Patrizias Teeologie No. 18

Gestern hab ich hitzefrei verordnet. Mir selbst. Um mit meinem Sohn im Freibad abzuhängen. Anders ist der derzeitige Sommer kaum zu ertragen. Es sei denn, man möchte den Tag in der abgedunkelten Wohnung verbringen. Aber hey, da kann man nicht stundenlang Teenies dabei beobachten, wie sie kunstvoll-waghalsige Sprünge vom Dreimeter-Brett vollführen. Die Kunst der Arschbomben übt nicht nur eine magnetische Anziehung auf meinen Sechsjährigen aus. Eine Mischung aus Angeberei und absoluter Unbeschwertheit und unübersehbare Glücksgefühle, wenn es gelingt die Mädels am Beckenrand nass zu machen.

Arschbomben und Vorbilder

Während ich mich daran erfreue die Jugend völlig gelöst in ihrem Element zu beobachten, hat das Schauspiel für meinen Sohn ganz andere Relevanz. Für ihn, der ja noch nicht seine Jugend hinter sich hat, sind das alles Arschbomben-Vorbilder. Und nachdem wir eine knappe Stunde Teenie-Studie absolviert haben, heißt es: Learning by doing!

Arschbomben und Mädchen

Eifrig wird Arschbombing betrieben. Unterschiedliche Techniken angewandt. Diverse Anlaufstrecken getestet. Und siehe da: Überprüft ob die anwesenden Mädchen auch tief beeindruckt zusehen. Wohl gemerkt, doppelt so alte Mädchen, aber in der Welt eines Sechsjährigen ist alles möglich.

Arschbomben und Gedichte

Vielleicht macht genau das, das Empfinden von Glück maßgeblich aus: Die Abwesenheit von Zweifel und Pessimismus. Das Schwelgen in Möglichkeiten, wie Emily Dickinson es in ihrem berühmten Gedicht beschreibt.

I dwell in possibilities.

Emily Dickinson

Dickinsons Gedicht ist eine Ode an das riesige, unendliche Universum in welchem wir uns wiederfinden. Welches voller Träume, Visionen und Möglichkeiten ist. Nichts anderes bedeutet es nach den Sternen zu greifen. Sich vorzustellen was möglich ist und nicht daran zu zweifeln.

Arschbomben und Tagträume

Möglichkeiten zu sehen und ihre allgegenwärtige Existenz vorauszusetzen, macht uns zu glücklicheren Menschen. Sich vorzustellen was alles möglich ist, macht vieles möglich. Die Konzentration auf die Dinge, die wir unbedingt erreichen möchten, zeigt uns die Wege dorthin. Und dazu gehören unbedingt Tagträumerei und Arschbomben.

Tagträume, weil sie ein wichtiger Bestandteil unserer glücklichen Zukunftsvision sind. Und Arschbomben, weil es lebenswichtig ist einfach mal Spaß zu haben, wenig ernsthaft zu sein und Quatsch zu machen. Und wie ich im Freibad beobachten kann, lassen sich mit Quatsch so ziemlich viele Menschen beeindrucken, nicht nur mein Sohn.

Mein Tipp für die perfekte Arschbombe:

Nicht groß nachdenken, am besten garnicht nachdenken. Losrennen und intuitiven Körpereinsatz praktizieren. Und danach? Direkt nochmal! Die perfekte Arschbombe gibt es genauso wenig, wie die Anleitung zum glücklich sein und auch bei der Arschbombe ist der Weg das Ziel.

Also, bis nächste Woche – viel, viel Eis-Tee trinken!

Patrizias Teeologien sind inspiriert von Teebeutel-Weisheiten und übersetzen diese ins wahre Leben: Was will der Teebeutel mir sagen? Ist das auf dem Teebeutel mehr als nur ein belangloser Spruch? Wird mich das Trinken genau dieses Tees mit zunehmender Lebensweisheit belohnen?

Diese Woche: „Ziel des Lebens ist es, sich an jedem Moment zu erfreuen.“

 

 


Photo by Jeremy Bishop on Unsplash