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Generativität: Oder warum Austausch so wichtig ist und wir Menschen mehr miteinander reden sollten – Patrizias Teeologie No. 19

Gestern Abend gab es Plantschbecken, Wassermelone und Oliven unter Frauen. Alle samt Frauen die kreativ sind. Alle mit ihrer eigenen Geschichte. Ohne krasse Altersunterschiede, dennoch unterschiedliche Generationen. Das Zusammentreffen diente vorallem einem: Generativität – wenn auch ihr euch fragt, was das heißt, lest weiter 🙂

Tatsächlich sind wir anscheinend alle so busy und in unserem Work-flow, dass wir Abende inszenieren müssen, um untereinander Erfahrungen und Wissen weiterzugeben. Könnte man so sehen. Ich sehe es vielmehr so: wir nehmen uns bewusst die Zeit, in einem kleinen Kreis sehr persönlich und nahbar das zu tun, was wir täglich unbewusst aber weniger intensiv tun, wenn wir mit anderen Menschen zu tun haben. Hoffentlich.

Was ist Generativität?

Wieder so ein toller Begriff. Vielleicht mit dem Potenzial zum Unwort. Unwichtig. Wichtig ist aber, was dahinter steckt. Es geht um die Art und Weise wie wir in der Gesellschaft miteinander umgehen. Weniger Pflicht als vielmehr das Selbstverständnis und Bedürfnis sich um andere zu sorgen. Und sehr wohl auch im positiven Sinne. Wikipedia sagt:

„Generativität beschreibt insofern die Fähigkeit zur Sorge, Fürsorge oder Care für Menschen einer anderen Generation.“ (https://de.wikipedia.org/wiki/Generativit%C3%A4t)

Wer kümmert sich hier um wen?

Ok. Im Grunde nichts Neues. Die Alten geben ihr Wissen an die Jungen weiter. Wie immer wird ihnen der Weisheits-Joker zugewiesen und generell die mittels Lebenserfahrung erworbene Schlauheit vorausgesetzt. Aber so ist Generativität nicht gemeint, so steht es da auch nicht. Es geht explizit darum, dass wir alle einer anderen Generation Fürsorge entgegenbringen. Den Jüngeren und auch den Älteren.

Worum geht es der Generativität?

Die Motivation dahinter ist sicherlich bei jedem eine andere. Spuren hinterlassen zu wollen zum Beispiel und dem eigenen Leben mehr Tiefe und Sinn zu verleihen. Meine Motivation, ohne dass ich groß darüber nachdenken musste: es fühlt sich einfach richtig gut an, mit Menschen in Kommunikation zu treten und sich gegenseitig zuzuhören um voneinander zu lernen.

Wie kann man Generativität lernen?

Da das Bedürfnis sich um andere zu kümmern von Empathie getragen wird, ist es ein sehr menschliches. Ihr könnt also davon ausgehen, dass auch ihr in der Lage dazu seid. Intuitiv. Generativität muss man also nicht lernen, sondern einfach – tun! Man muss nicht besonders schlau, besonders talentiert oder besonders „im richtigen Alter“ sein.

Mein Tipp für Attraktivität in der Generativität:

Das Bewußtsein darüber, dass wir alle voneinander lernen können, macht die Offenheit für Austausch noch größer. Und genau darum geht es: Austausch, mehr Zeit für Austausch, dass wir Menschen miteinander reden, die Dinge be-reden und in diesem Verständnis füreinander uns selbst im anderen wiedererkennen. Am Ende, sind wir alle Eins.

Also, bis nächste Woche – reden, austauschen, weitergeben und noch mehr Eis-Tee trinken!

Patrizias Teeologien sind inspiriert von Teebeutel-Weisheiten und übersetzen diese ins wahre Leben: Was will der Teebeutel mir sagen? Ist das auf dem Teebeutel mehr als nur ein belangloser Spruch? Wird mich das Trinken genau dieses Tees mit zunehmender Lebensweisheit belohnen?

Diese Woche: „Wirst Du ein Teil des Ganzen, wird alles ein Teil von Dir.“