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Belgien, der Saturn und das potenzierte Glück – Patrizias Teeologie No. 26

Wir sitzen im Dunkeln. Wanderparkplatz. Belgien. Hohes Venn. Auf Liegestühlen, ausgestattet mit wärmenden Schafsfellen. Dazu Merlot und kalte Nasenspitzen. Ich wollte unbedingt hierher, weil das Wetter Wolkenfreiheit verspricht und ich die Milchstrasse nochmal sehen will.

Doch plötzlich schreit jemand aus der Dunkelheit: Saturn! Ich hab den Saturn! Und ohne groß nachzudenken lauf ich los, in Richtung der Stimme, die zu einem belgischen Hobbyastronomen gehört. Mit bloßem Auge war er ein kleiner leuchtender Punkt für mich und jetzt darf ich ihn in seiner vollen Pracht sehen: den Planeten mit dem Ring. Und das war bisher mit das beeindruckendste Erlebnis in meinem Leben.

Der fremde Belgier und ich freuen uns wie kleine Kinder und ich bekunde ihm meine Dankbarkeit, dass er diesen Moment mit mir geteilt hat. Geteiltes Leid, ist halbes Leid. Und geteiltes Glück? Macht doppelt glücklich!

Sharing is caring und macht glücklich

Es gibt auch für das Geben und Nehmen heute einen modischen, hippen Begriff der vorallem durchs Netz kursiert. Sharing is caring, das Teilen von Wissen und Informationen, das Teilen generell, als Bestandteil einer Haltung die uns allen Glück bringt. Denn zweifelsohne bereichert Teilen. Außer du bist grade drei Jahre alt und schmeißt dich schreiend auf den Boden, weil dich irgendwer davon überzeugen möchte, dass es doch total schön ist mit anderen zu teilen… Ruhe bewahren. Das Leben ist ein Prozess.

Das Gesetz von Ursache und Wirkung

Wer es schafft, diese frühkindliche Phase zu überwinden, kann nur gewinnen. Zu kooperieren, sich zu vernetzen und Dinge zu teilen, hat nämlich einen erstaunlichen Effekt. Die einen sprechen davon, dass eine Hand die andere wäscht. Für die anderen ist es eine Selbstverständlichkeit mit dem angenehmen Nebeneffekt, dass die gute Tat damit belohnt wird, dass das Gute auch wieder zu dir zurückkehrt. Das Karma revanchiert sich per Boomerang-Effekt. Aber nicht nur deshalb lohnt es sich zu teilen.

Die einfache Regel für gutes Karma

Dein gutes Karma kannst du herbeiführen indem du es pflegst. Klingt einfach, ist es auch! Denn auch hier gilt eine einfach Regel, die ich mindestens täglich an meine Kinder weitergebe: behandle andere stets so, wie du selbst behandelt werden willst. Und sicherlich gibt es mehr als eine unangenehme Situation mit anderen. Bestimmt wirst du immer wieder Menschen begegnen, die diese Haltung nicht innehaben. Aber auch hier solltest du nicht einknicken. Selbst diese Situationen kannst du als positives Karma annehmen.

Das Leben als Schule begreifen

Moment mal, widerspricht sich das nicht? Nein. Denn auch Enttäuschung, Verlust oder Krankheit sind Herausforderungen, die dir Erfahrungen ermöglichen und jede Erfahrung ist wertvoll. Sie gibt dir die Möglichkeit dich zu entwickeln und zu wachsen. Und nichts anderes ist dieses Karma. Wenn es dir gelingt Gutes zu tun und positive Gedanken zu kultivieren, dann hast du ein gutes Karma. Und wenn du das Gute teilst, Erfolg, Wissen, Glücksmomente wie den Saturn vor der Linse zu haben – wird sich langfristig das Gute in deinem Leben einnisten.

Nicht weniger, sondern mehr

Das Geheimnis des Teilens ist keine neuartige Erfindung. Und so verhält es sich auch mit sharing is caring, welches übrigens seit 1950 die Trademark der amerikanischen Heilsarmee ist. Es spielt keine Rolle was du teilst, ob Essen, Kleidung, Know-how oder Links zur nächsten feministischen Konferenz. Im Grunde geht es dabei immer um ein und dasselbe: Austausch und Gemeinschaft. Kooperation als Prinzip welches sich zunutze macht, dass wir gemeinsam mehr schaffen, wenn wir Kompetenzen und Güter jeglicher Art teilen.

Mein Tipp für gutes Karma:

Triff eine Entscheidung. Für das Positive. Das Gute. Entwickle positive Gedanken und positive Wünsche. Und verschwende ruhig deine Energie maßgeblich darauf, dieses Positive zu hegen und zu pflegen. Lass nicht zu, dass Stress, Wut, Ärger, Angst und andere negative Gefühle dich zu sehr einnehmen. Begegne auch ihnen optimistisch. Das klingt zunächst paradox und wenn man sich in einer Spirale von Schmerz und Niedergeschlagenheit befindet gradezu unmöglich. Aber selbst dann kannst du versuchen dich auf einen schönen Gedanken zu konzentrieren und dir erlauben dich mehr mit dem Positiven zu beschäftigen, als mit dem was dich niederschlägt. Richte dich auf und triff eine Entscheidung: glücklich zu sein und dieses Glück zu teilen.

https://karrierebibel.de/gesetz-der-anziehung/

Also, bis nächste Woche – Tee kochen und teilen.

Patrizias Teeologien sind inspiriert von Teebeutel-Weisheiten und übersetzen diese ins wahre Leben: Was will der Teebeutel mir sagen? Ist das auf dem Teebeutel mehr als nur ein belangloser Spruch? Wird mich das Trinken genau dieses Tees mit zunehmender Lebensweisheit belohnen?

Diese Woche: „Glück teilen macht glücklich.“

 

 


Photo by Ashley Whitlatch on Unsplash