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Einfache Glücksmomente Zuhause erschaffen

Eine Frage, die derzeit aktueller denn je ist, ist doch:

Wie können wir in Zeiten, in denen face to face Kommunikation mit Freunden, Familienmitgliedern und Arbeitskollegen kaumm möglich ist, in denen wir uns unserer Freiheit etwas beraubt fühlen und in der die Zukunft ungewiss erscheint, trotzdem für mehr Glück und Freude in unserem Alltag sorgen?

Kann das überhaupt funktionieren? Unsere Ressortleiterin Beatrice Bogat meint ganz:

Ganz sicher!

Und so teilt Bea mit uns ihre Tipps, die ihr verhelfen, Glücksmomente im Alltag zu kreieren.

Eine Basis schaffen

Zuerst muss das Glück uns erreichen können. Sind wir in einer Stimmung, die fernab von jeglichem Glücksgefühl ist, kann es schwer sein, sich von jetzt auf gleich in einen Glücksmoment zu bewegen. Manchmal fällt uns dann nicht einmal auf, in welchen negativen Gedanken und Emotionen wir grade stecken. Wenn es uns aber bewusst ist, kann es sehr hilfreich sein, die Augen zu schließen, sich auf den Moment einzulassen und sich ein wenig Entspannung zu erlauben. Eine Meditation bietet sich dann zum Beispiel an, wobei manchmal schon wenige Minuten ausreichen. (Anregung findest du z.B. in verschiedenen Apps, auf Youtube oder du meditierst ganz frei.)

Falls du gerade tief im Overthinking Modus bist, kann das mit der Entspannung durch Meditation natürlich etwas dauern oder gar nicht funktionieren. Das ist auch okay, vielleicht hilft ein kleiner Powernap, wenn du merkst, dass du dich in einer Abwärtsspirale mit deinen von Ängsten und Sorgen geplagten Gedanken befindest, aus denen du ausbrechen möchtest, weil du merkst, dass sie zu nichts führen.

Wenn wir entspannter sind, herrscht auch wieder mehr Klarheit und wir können bewusster entscheiden, was als nächstes kommen soll. Zum Beispiel: Ein wenig mehr Glück!

Definieren, was uns glücklich macht

„Nimm dir Zeit für das, was dich glücklich macht.“

„Find what feels good.“

All solche Sprüche sind schön und gut, aber was, wenn wir gar nicht so genau wissen, was uns glücklich macht? Dann gilt es jetzt besonders, drauf zu achten, wie wir uns fühlen, wenn wir etwas machen.

Was ist bereichernd? Was energiegebend? Was macht Lust auf mehr? In den Antworten finden wir das, was zu unserem Glück beiträgt.

Meine 5 „Glücksbringer“

1. Alte/neue Musik bewusst hören

 

Musik bei schlechter Laune

Photo by whereslugo on Unsplash

Musik kann uns bewegen und berühren. Also kann sie in uns etwas auslösen, das sich sehr gut anfühlt oder uns auf neue Gedanken und Ideen bringt.

Wie wäre es denn, wenn wir in dieser langweiligen #Stayhome-Zeit mal wieder die Playlist hören, die uns auf einer schönen Reise, einem bestimmten Job oder einer einzigartigen Nacht begleitet hat?

Ich zum Beispiel habe letztens seit langem mal wieder spanische Flamenco Musik gehört, die mich an meinen Spanienaufenthalt vor Jahren erinnert hat. Diese Nostalgie hat mich richtig beflügelt und dankbar werden lassen, dass ich solche Momente und Zeiten erleben durfte. Einen Song mag ich ganz besonders. Hört mal hier ...

Und nebenbei: Wer Dankbarkeit spürt, hat keinen Raum für Sorgen und Ängste.

Oder wie wäre es mal wieder mit dem Song Happy von Pharrel Williams

Wenn wir aus Neugierde oder Spaß an der Freude etwas Neues hören wollen, kann das auch ein Fenster zum Glück öffnen. Wie schon erwähnt, gerade internationale Musik kann uns in fremde Länder und deren Stimmungen versetzen. Und wie herrlich, dass es Spotify mit bereits erstellten Stimmungsplaylists gibt, die sich für musikalische Entdeckungstouren anbieten.

2. Bewegung

Egal ob ein Workout, Laufen, Yoga oder Tanzen. Je nach verfügbarem Platz freut sich unser Körper vor allem jetzt, wenn wir ihn achten und bewegen. Vielleicht haben wir sogar Lust auf etwas Neues und können mit Youtube Videos z.B. Pilates, Salsa, Zumba, Qi Gong oder Yoga ausprobieren. Dabei können wir uns auch mit anderen verabreden, um gemeinsame Sessions online per Videochat zu veranstalten. Zusammen ist man weniger allein und es macht einfach mehr Spaß, das gilt auch jetzt. Danke Technologie, dass du das möglich machst!

3. Liste mit Dingen erstellen, die du in Zukunft (nach der Krise) machen willst

Jetzt ist eine hervorragende Zeit, um zu Träumen und zu Visualisieren. Einfach weil wir es können und es Spaß macht.

Wenn die derzeitigen Beschränkungen jetzt vorbei wären, was würdest du alles tun? Schreibe dir deine Ideen und Wünsche auf. Erstell dir eine Liste. Und hol dir somit zukünftige Glücksmomente in deine Gegenwart. Nicht nur dein jetziges Ich, sondern auch dein zukünftiges Ich wird es dir danken.

4. Achtsam spazieren gehen/Achtsam in der Natur sein

Vermutlich gehen jetzt mehr Menschen als früher spazieren, weil ihnen vielleicht zuhause die Decke auf den Kopf fällt und sie sonst nichts unternehmen können. Wie sie das anstellen und ob sie sich an die Abstandsregeln halten ist eine Sache, dass es an sich aber gesund ist, nach draußen zu gehen eine andere. Was für ein Glück ist es dann nahe der Natur zu leben und sich nicht mitten in der Stadt in überfüllte Großstadtparks begeben zu müssen.

Sind wir draußen, egal wo und unter welchen Umständen, kann es Glücksmomente erschaffen, die Umgebung bewusster  wahrzunehmen. Auf einmal beachten wir die bunten Frühlingsblumen, das Vogelgezwitscher, den geringeren Verkehrslärm und die wärmenden Sonnenstrahlen im Gesicht. Und sind wir in der Natur, wie z.B. im Wald oder am See unterwegs, begegnet uns vielleicht sogar das ein oder andere Wildtier.

5. „Social distancing“ die Bedeutung nehmen

Ich persönlich finde den Begriff suboptimal und würde es eher als physical/bodily distancing bezeichnen. Denn sozial distanzieren müssen wir uns nicht, im Gegenteil. Sowohl Freunde und Familie, als auch (alte) Bekannte freuen sich – vielleicht sogar mehr als zuvor- wenn wir uns erkundigen, ob alles in Ordnung und wie die Lage ist. Und nichts ist leichter als heutzutage den Kontakt aufzunehmen oder in Kontakt zu bleiben.

Hinzugekommen sind jetzt auch noch hilfreiche Apps und Add-Ons wie z.B. Netflix Party oder Houseparty, die es einem ermöglichen, virtuell gemeinsam Zeit zu verbringen. Das ist besser als nichts. Auch sind einige Veranstaltungen einfach in den digitalen Raum verlegt worden, das heißt du kannst immer noch die Comedyshow mit deiner Freundin sehen und an Konzerten und Partys, in denen DJs dich an ihrer Kunst virtuell teilhaben lassen, teilnehmen. Es findet Vieles statt, nur eben in anderem Rahmen. Prinzipiell gibt es also keinen Grund, weniger sozial zu sein.

Am Ende hängt Glück natürlich von uns selbst ab und wenn es dein Glück in einer bestimmten Form momentan nicht mehr gibt (so wie z.B. auf Reisen gehen, mit Freunden Essen gehen, dein Termin im Beautysalon etc.), dann kannst du schauen, in welch anderer Form du das Glück zu dir holst.

Was zählt zurzeit zu deinen Glücksbringern? Schreib es uns in die Kommentare.

 

 

 


Photo by Caju Gomes on Unsplash